| Hinschied von unserem langjährigen Mitglied Marcel Schmid (Juni 2010) Wir haben die traurige Nachricht erhalten dass das langjährige FCH Mitglied und Spieler Marcel Schmid im Juni 2010 nach langer, schwerer Krankheit, verstorben ist. Wir bitten Marcel ein ehrendes Andenken zu bewahren. Seiner Frau Astrid und Sohn Sebastian entbieten wir unser aufrechtiges Mitgefühl. Roland Rebsamen, Vorstand FC Hard und der Verein WIDMUNG VON GIORGIO KELLER UND OTTO KUHN Nachruf Marcel Schmid † Abschied von einer Trainerinstitution Otto Rehhagel (Werder Bremen), Guy Roux (Auxerre), Helmut Benthaus (FC Basel) und Marcel Schmid (FC Hard) haben eine Gemeinsamkeit gehabt. Sie sind dank ihrer Vereinstreue zu Trainerinstitutionen geworden. Im vergangenen Juni hat uns Marcel Schmid (*1947) nach langer Krankheit verlassen. Wer so lange als „Mister“, wie man in Italien die Fussballtrainer nennt, einem Verein dient, kennt Hochs und Tiefs, sät andauernd, erntet dafür oft wenig Lob und öfter viel Kritik. Das war bei Marcel wohl nicht anders. In den 70er Jahren trat der Jüngling – zusammen mit seinem unzertrennbaren Bruder Felix - dem Verein bei, der damals noch AFCZ hiess und im SATUS spielte. Nach dem Namens-Wechsel zu FC Hard und dem Übertritt zum Fussballverband SFV, zog es Schmid für eine Zeit nach Meilen, um später in der Winterpause als Spielertrainer des inzwischen in die 3. Liga aufgestiegenen und sich in Schieflage befindenden Hard-Fanionteam zurückzukehren. Doch die brennende Titanic, die er antraf, konnte auch er nicht mehr vom Untergang retten. Später signierte Marcel beim FC Hard immer wieder als Trainer von Senioren, dann Veteranen und schliesslich der 7er-Oldies. Nur knapp verpasste er mit den Senis den Aufstieg in die Promotion schon im ersten Jahr (im Aufstiegsspiel). Durchzogen verliefen die Jahren mit den Veteranen, von denen wohl aber das legendäre Mittelfeld-Kleeblatt Schmid-Baumgartner-Schmid uns ewig in Erinnerung bleibt. Auch musste er sich dauernd vor seinem treuen Fussballbegleiter Heinemann („Kari“) wehren, welcher nach dem Rücktritt Baumgartners ständig versuchte, diesen Platz im Kleeblatt von Schmids Schmiede zu ergattern. Über die 50er-Schwelle gekommen, setzte sich „Celi“ Schmid vehement für die Gründung der FC-Hard-7er-Oldie-Mannschaft, welche prompt im ersten Jahr die Meisterschaft für sich entschied und weiterhin bravourös mitspielte, trotz allgemeiner Veralterung der Akteure und vieler Spielerabgänge. Aber die Duelle im ausserkantonalen Uznach bleiben Geschichte. Egal wo er spielte, Marcel Schmid wird man auch dafür in Erinnerung behalten, indem er sich jeweils grenzenlos für „seine“ Mannschaft einsetzte. Seine Vorstösse an den GVs oder in seiner Zeit im Vorstand stiessen nicht immer auf Sympathie, sie hatten aber nur diesen Zweck: das Beste für die Mannschaft. Das Gesellschaftliche, der Zusammenhalt der Gruppe war ihm stets wichtig, so engagierte er sich auch oft für Kurzreisen oder einwöchige Trainingslager: Zillertal, Dongio TI, Bregenzerwald, Wien, Fiesch VS, Zypern, Tenero TI kamen während seiner Zeit zustande. Nie hat man es bereut, dabei gewesen zu sein, egal, wie strikt der Trainer die Regeln fürs Mätschli herausgab oder die Teams zusammenstellte – was alles Sache des Misters war. Das Bierli danach löschte alle Brände. Auf dem Platz konnte „Celi“ – immer die 10 am Rücken - schon auch ungemütlich werden („Kari, han gseid ich will de Ball ufem Fuess!“), doch solange es beim FC Hard das Ranking der Trainingsbesuche gab, was er stets zuoberst auf der Liste. Zu Trainingsbeginn mit dem Ball unterm Arm da, nachher eins Trinken in der Beiz. Rund um die Fixtermine auf dem Fussballplatz gestaltete er sein Arbeitsplan, so lieb war ihm das Kicken über alles. Vor 10-12 Jahren begann er langsam sein Umzug von Zürich ins Vorarlberg vorzubereiten, er heiratete dort neu und sein drittes Kind (nach Alain und Jean-Pierre), Sebastian, kam auf die Welt. In diesen letzten Jahren wurde es zunehmend ruhiger um Marcel Schmid, die Therapien im Kampf gegen die Krankheit nahmen ihm die Kraft, regelmässig auf dem Platz zu stehen. Im Juni 2009, mitten im geliebten Mittwochmittag-Hallenfussball, überlebte er einen Schlaganfall nur dank dem schnellen Intervenieren der Mitspieler. An jenem Tag war aber mit Fussball für immer Schluss. Während der Rekonvaleszenz besuchte er im August 2009 die GV in der Kantine wo er vom Verein würdig – als langjähriger Spieler und Trainer - verabschiedet wurde. Er wollte weiterhin Supporter „seines“ Vereins bleiben. Leider konnte er das nur für kurze Zeit. Giorgio Keller und Otto Kuhn |
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